IPT bei Brustkrebs

Sie haben also im Artikel "Was ist IPT?" kennen gelernt, wie dieses Verfahren generell funktioniert.
Nun kommt - was den Brustkrebs betrifft - noch ein wesentlicher Punkt hinzu, der sich bei der Behandlung des Brustkrebses durch IPT besonders günstig auswirkt und welcher erklärt, warum dieses Verfahren dort besonders günstig wirkt:

Besonderheit bei Brustkrebszellen

Im Vergleich zum übrigen Krebs kommt für Brustkrebszellen noch ein weiterer Umstand hinzu: Brustkrebszellen - und das ist wahrscheinlich das Besondere - verfügen nicht nur über 5 - 6 mal sondern bis zu zwanzigmal so viele Insulin-ähnliche Rezeptoren, welche als Insulin-Rezeptoren verwendet werden können! Mit anderen Worten: Während sich an die normale Körperzelle ein Molekül Insulin ansetzt, können sich an die Brustkrebszelle noch wesentlich mehr Insulin-Moleküle ansetzen. Dies sind also nicht direkte Insulinrezeptoren, sondern "insulinähnliche" Rezeptoren, die aber als Andockstellen für Insulin verwendet werden können. (Siehe nähere Erklärung in "Studien")

Das bedeutet für die Praxis offenbar, dass die Chancen schon recht groß werden, einen kleinen bzw. nicht sehr großen Brustkrebs gänzlich zum Verschwinden zu bringen. Wenn man in Betracht zieht, dass man sich wegen der geringen Nebenwirkungen nach der Vervielfältigungsrate des Krebses (teilt sich z.B. etwa einmal pro Woche) richten kann. Auf diese Weise kann man so konsequent Behandlung an Behandlung reihen, dass sich die Krebszellen dazwischen nicht erholen können. So wird der Krebs im Idealfall rasch kleiner und kleiner und verschwindet.

Was die anderen Stadien betrifft, werden wir im folgenden Kapitel besprechen, was dort möglich ist, bzw. worin in den diversen Fällen Vorteil und Nachteil dieser Behandlungsart liegen.

nach oben, weiter: Behandlung unterschiedlicher Stadien